Allgemein

In den kommenden Tagen möchten wir euch gerne auf unserem Blog unsere Sail & Chill Atlantikcrew vorstellen. Aus gegebenem Anlass fangen wir heute mit Christoph an.

Christoph ist selbsterklärter Kaffee-Junky, hat sich dadurch direkt als Bord-Barrista qualifiziert und liebt die Herausforderungen. Als Inhaber eines Escape-Rooms (ein Raum, in dem Teams gemeinsam Aufgaben lösen und Challenges bestehen müssen) kein Wunder. So hat er dann auch noch vor Abfahrt die Challange „Fisch“ ausgerufen, keine Zeit verschwendet und bereits am zweiten Tag unser Angelequipment an Bord auf Tauglichkeit geprüft. Challenge accepted. Mit Angelrute, Schleppleine und von Profis empfohlenen Ködern ging´s los.

Aus Sicht der Küchenchefin zum Glück noch erfolglos, schließlich war doch ein leckres Hühnchengericht zum Dinner geplant, solange wir noch Frischfleich an Bord haben. Aber neuer Tag (3), neuer Versuch. Kaum ist Christophs Wache beendet, biegt sich die Angelrute wieder Richtung Heck raus. Dieses Mal mit optimierter Einstellung der Spule, die laut Christoph bei einem Biss (Fisch der anbeißt) ein deutliches Geräusch macht. Mit diesen Worten verabschiedet er sich erst einmal zum Mittagsschläfchen, nicht ohne den Hinweis, ihn auf jeden Fall zu wecken, wenn was dran ist.

Du hast es so gewollt. Keine 45 Minuten später rauscht die Leine aus der Spule. Christoph einziger Kommentar, bevor er aufsteht: „Ernsthaft?“. Dann dauert es keine drei Minuten, bis er angeleint an Bord steht – und erst mal eine Kippe zum Wachwerden braucht, als ihm klar wird, dass da anscheinend wirklich ein richtig dickes Ding dran hängt. Die Angelrute wird fast aus der Halterung gerissen, so viel Druck ist auf der Leine.

Und das Chaos bricht an Bord aus, wie immer beim ersten Biss. Die Kameras werden gezückt, das Ruder im Stich gelassen, die Aufregung ist spürbar, der Skipper greift erst mal durch und bringt Ruhe rein. Für Fotos ist immer noch Zeit, wenn wir das Ding (was auch immer es ist) sicher an Deck gebracht haben. Das dauert. Doch irgendwann wird der Fisch müde, wir nehmen Geschwindigkeit aus dem Segel, das Einholen mit vereinten Kräften kann beginnen. Auf den letzten Metern schimmert es schon gelb im Wasser. Das wird doch nicht etwa ein…

Doch, es ist ein Mahi Mahi, und was für ein wunderschönes, großes, unglaubliches Exemplar! So schön, dass wir ihn am liebsten wieder dem Wasser zurück geben würden, aber nun ist es zu spät. Ein guter Schuss Ouzo (die Reste aus Griechenland) versetzen ihm den letzten Gnadenstoß/-schluck, und dann liegt er da vor uns, das Prachtexemplar. Ca. 10 kg schwer (gefühlt natürlich 20 kg), 114 cm lang von Flosse bis Maul. Wir atmen erst einmal kollektiv durch, bevor es ans Pützen (Putzen mit einem Eimer = Pütz mit Meerwasser), Ausnehmen und Filetieren geht.

Der Menüplan wird spontan angepasst, die Burger können wir auch noch heute Nacht als Snack verputzen. Denn heute Abend gibt es köstliches Mahi Mahi Filet. Danke Neptun für dieses Geschenk, danke Mahi Mahi, dass du für uns gestorben bist!

Und Danke an Christoph für diesen Fang! Challenge definitiv completed 🙂

Katrin & Peter
SY Hector
Sail & Chill

von Christoph:
Liebe Grüße an Familie, Freunde & die Adventure Box in Karlsruhe!

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am 26.10.2018 / in
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