Tag 8 – wir sagen euch an den lieben Advent

am 02.12.2018 / in Allgemein

..“sehet die erste Kerze brennt, wir sagen euch an eine Heilige Zeit, machet dem Herrn die Wege bereit. Freut euch, ihr Christen, freuet euch sehr, schon ist nahe der Herr.“

Einen schönen ersten Advent wünschen wir euch allen!
Vielleicht macht ihr es euch gerade mit einem heißen Kakao vor dem Kamin gemütlich. Oder ihr steht dick eingemümmelt auf dem Weihnachtsmarkt mit dem ersten Glühwein der Saison in der Hand. Vielleicht ist es aber auch gar nicht so kalt und ein spätherbstlicher sonniger Tag? Wir können nur spekulieren, was das Wetter und ihr zu Hause gerade so macht. Und feiern an Bord den ersten Adventssonntag etwas anders.

Los ging´s heute Morgen mit einem ordentlichen Sonntagsfrühstück mit Rührei, Baked Beans, Schinken & Toast. Denn heute ist bereits Tag 8 unser Atlantiküberquerung, der siebte volle Tag. Somit ist bereits die erste von voraussichtlich drei Wochen, die wir bis Saint Lucia brauchen werden, vorbei. Da wir unsere Vorräte in drei Wochen-Paketen aufgeteilt haben (plus eine Reserve, wenn´s doch länger dauert) und der Kühlschrank noch gut gefüllt aussieht, können wir heute aus dem Vollen schöpfen.

Zur Feier des Tages wurd dann die Sonntagsdusche ausgerufen. Die Motivation dafür war heute schon deutlich höher als bisher, denn – seit heute Morgen 07:00 Uhr Bordszeit haben wir die Cap Verden an backbord (links von uns) gelassen und segeln genau auf Kurs West mit dem Passatwind Richtung Saint Lucia. Der Passatwind ist der Wind, mit dem bereits Kolumbus vor über 500 Jahren (1492) die Fahrt über den Teich gewagt hat und der uns stetig gen Ziel treiben wird. Na gut, Kolumbus wollte ursprünglich nach Indien und ist nur ausversehen in der Karibik gelandet (weshalb diese auch heute noch „West Indies“ genannt wird), aber wir kennen unser Ziel. Und wir wissen vor allen Dingen, dass der Passatwind auch wärmere Gefilde bedeutet. Ein Tag voll Sonnenschein, 24° Grad Wassertemperatur, in Shorts und barfuß an Bord – die Strecke heißt nicht umsonst Barfuß-Route. Beste Bedingungen für eine Dusche. Fünf von sieben aus der Crew riechen nun wie frisch aus dem Beautysalon; die restlichen beiden warten noch auf ein paar Grad mehr morgen.

Kaum geduscht lockt der Geruch aus der Weihnachtsbäckerei alle wieder an die Kaffeetafel, wo frischer Apfel- und Birnenstrudel (über genügend Vitamine können wir uns nicht beklagen) wartet. Ein herrlicher Sonntag, der noch lange nicht vorbei ist. Denn die Angel ist eingeholt (nein, wir haben heute KEINEN Biss, die Fische – und wir – brauchen ja auch mal Pause), d.h. wir kochen selber, bzw. der Skipper höchstpersönlich. Mit Sauerkraut, Kartoffelbrei und Bockwürsten heißt es gleich mal wieder „futtern wie bei Muttern“.

Ja wir merken gerade auch, dass sich bei uns viel ums Essen dreht 🙂 Das wird sich aber bestimmt bald ändern, und dann gibt´s mehr Geschichten von Bord und rund ums Segeln. Bis dahin einen entspannten Sonntag Abend noch und einen schönen Start in eine besinnliche Weihnachtszeit.

Katrin & Peter
SY Hector
Sail & Chill

PS: Sucht mal auf YouTube das Video zu den Stichworten „Apfelstrudel“ und „Seekrankheit“, viel Spaß 🙂


1 Kommentar

  • Gisela says:

    Ganz lieben Dank für eure Glückwünsche und Lieder.
    Ich freue mich für euch, wenn ihr so gute Zeiten erleben und so viel leckeren Fisch essen könnt :-)))
    Weiter so und SCHIFF AHOI!!!♥️😎

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